Auftragsarbeiten und Kunst am Bau

Buchumschläge

Für den Pendo Restaurantführer

Für die im Pendo Verlag erschienenen Restaurantführer wurde jeweils in den Fahrzeugen der Städtischen
Verkehrsbetriebe von Zürich mit Kleinplakaten im selben Design geworben.

So waren damals Hurnis Werke auf dem ganzen ÖV-Netz in der Stadt präsent.

Für Romane aus dem Pendoverlag

Erschienen 1993

Motiv Jg. nicht bekannt

Erschienen 1993

Motiv Jg. nicht bekannt

Erschienen 1994
Motiv Jg. nicht bekannt

ein Ausschnitt aus  Originalkomposition

von 500×500 mm

Erschienen 1994

Motiv Jg. nicht bekannt

ein Ausschnitt aus Originalkomposition

von 600×600 mm

Erschienen 1995

Motiv

Originalkomposition

von 1983/84

600 x 600 mm

Begegnung mit einem gelben Buch

Der 1995 in der Frühlingsproduktion des Pendo Verlags produzierte Roman „Schattensprünge“, ein Erstling des in Aarau lebenden Autors Andreas Neeser, erschien mit der Abbildung einer konstruktiven Komposition von Rudolf Hurni, auf dem Umschlag.  Das 1992 entstandene Original, Acryl auf Leinwand hat eine Grösse von 600 x 300 mm

 

 

Was braucht es, um ein Buch in die Hände zu nehmen, von dem man nichts gehört, nichts gelesen hat? Ist es die Umschlagsgestaltung, der Titel, der Name der Autorin, des Autors, der Preis oder ganz einfach der Zufall? Das Buch, das so in meine Hände kam, ist gelb. Ich denke an mein Büchergestell. In der glei­chen Farbe befinden sich dort Rolf Geissbühlers «Opera» und Gedichte von Durs Grünbein, «Grauzone morgens», aber im Unter­schied zu diesen weist das Buch in meinen Händen geometrische Figuren auf, die das Gelb entzweien. Grautöne nehme ich an, aber ich bin farbenblind. Umschlagbild: Rudolf Hurni, 1992, 30×60 cm. «Schatten­sprünge», so der Titel des Buches, ist das Erst­lingswerk von Andreas Neeser. Die Fotogra­fie im Innern des Umschlages ist so aufge­nommen, dass der Autor leicht nach oben schauen muss. Ein junges, ernstes Gesicht, grosse Augen, kurze Haare, die aber die Stirn bedecken. Andreas Neeser, geboren 1964 im Kanton Aargau, hat an der Universität Zürich Germanistik, Anglistik und Literaturkritik stu­diert. Seit 1987 lebt er in Aarau und arbeitet als Mittelschullehrer im Teilamt. Dies die Information. Das Buch beginnt mit einem Zitat von Fernando Pessoa:

Das ganze Leben der menschlichen Seele ist eine Bewegung im Halbschatten. Wir leben in einer Dämmerung des Bewusstseins, niemals dessen sicher, was wir sind, oder dessen, was wir zu sein glauben.

Deshalb Schattensprünge, denke ich, deshalb die Grautöne.

«Der Dämon hat mich noch nicht verlassen. D.» Mit diesem Satz beginnt die Geschichte, die aus Notizhefteinträgen und nicht abge­schickten Briefen aufgebaut ist. 37 Kapitel zu etwa gleichen Teilen auf Paul und Doris ver­teilt. Ein durchkonstruiertes Buch.

Paul Wiederkehr, ein Mann mit grossen litera­rischen Ambitionen, liebt die Jurastudentin Doris Hartmann. Eine unmögliche Liebe. Wie­derkehr begreift, dass er bedroht ist. Er kann sich nicht lösen, er verliert seine Kräfte. Er flieht nach England, wo er schreibend zu sich zurückfindet.

 

Notizhefteintrag, 17. Dezember:

Das Buch wächst. Schreiben heisst überleben. Ich schreibe von dir. Jeden Tag. Meine erste Romanheldin! – Wenn alles geschrieben ist, werde ich mit dem Vergessen beginnen. (…) Dass es dich gibt, weiss ich erst dann mit letz­ter Gewissheit, wenn ich von dir geschrieben habe.

Eine literarische Konstruktion also? Doris Hartmann? Paul Wiederkehr und die anderen?

Nicht, weil ich mir einbilde, ich hätte etwas zu sagen, schreibe ich. Vielmehr muss ich schrei­ben, um sicher zu sein, dass ich reden gelernt habe. Strenggenommen schreibe ich also, um sicher zu sein, dass ich lebe.

Wiederkehr muss sich erschaffen, muss Doris erschaffen, muss sich ihre gemeinsame Ge­schichte erschaffen. Da lauert die Gefahr, der «Dämon». An gewissen Stellen wirkt das Buch wie die venezianische Halbmaske, welche Doris bedroht: «Die Tiefe war schwarz und leer; denn hinter der Maske war kein Gesicht. Die Gestalt war körperlos.»

Als sich Wiederkehr geheilt fühlt – die letzten Kapitel seines Buches hat er noch nicht geschrieben kehrt er wieder in seine Heimat zurück. Er wähnt sich stark genug für ein Leben ohne die in seinem «Buch der Ruhe» ein Gegenentwurf zu Pessoas «Buch der Unruhe» beschriebene Doris. Doch als sie vor der Tür steht, drohen seine neue Kraft und seine Abwehrmechanismen sich als unnütz zu erweisen. Wiederkehr kehrte gerne wieder zu Doris zurück.

Schreibend kann er sich durch eine Eiszeit mit darauf folgender Frühlingsschmelze reinwa­schen und retten.

«So ruhe denn in Frieden. P.» Dies der letzte Satz von Paul Wiederkehr und der letzte Satz im Buch von Andreas Neeser.

Ich schliesse das Buch und ruhe mich an dem leuchtenden Gelb aus. Paul Wiederkehr, Doris Hartmann sind jetzt eingeschlossen. Vielleich wird Andreas Neeser das «Buch der Ruhe» zu Ende schreiben. Es wäre schön. Vielleicht wird es so sein, wie es Giorgio Manganelli humorvoll erklärt hat, dass das Buch  «in einem bestimmten Moment beschliesst, sich jetzt schreiben zu lassen, und zu diesem Zweck eine besonders wehrlose Person benützt».

Francesco Micieli

 

Erschienen 1996

Motiv Jg. nicht bekannt

Erschienen 1996

Motiv Jg. nicht bekannt

Erschienen 1996

Motiv Jg. nicht bekannt

Erschienen 1996

Motiv Jg. nicht bekannt

Erschienen 1997

Motiv Jg. nicht bekannt

Chocolat Verpackung

Für eine Ragusa Künstlerpackung

1989 wurde Rudolf Hurni,  im Rahmen von Ragusa-Art, die Ehre erteilt, ein Design für eine Ragusa Künstlerpackung zu kreieren.

Der Originalentwurf für die zweite Ragusa Künstlerpackung: Eine konkrete Acryl Komposition, auf Basis aus MDF-Platte mit aufgezogener Leinwand, das Motiv Seitenrand übergreifend.

Grösse 630 x 340 x 22 mm. Signatur und Datum auf der Rückseite.

Ein in Originalgrösse hergestelltes Muster der Ragusa-Art Packung, noch unbeschriftet, aufgenommen auf einer Ablage in einem SBB Wagon, auf der Fahrt von Bern nach Zürich.

Zwei definitiv bedruckte Ragusa-Art Packungen. Eine von vorne, die Zweite von der Rückseite, davor der Original-Beipackzettel. Gut ersichtlich sind auch die mit dem konkreten Motiv bedruckten Seiten der Packungen.

Konstruktive Etiketten

Für exklusive Weinflaschen

3 Entwürfe

Das auserwählte, konkrete Motiv, für die Etikette, auf der Weinflasche.

Vom Motiv der realisierten Weinetikette wurde im Format A4 auch eine Auflage von 40 Serigrafien auf Halbkarton gedruckt.

Das Motiv von 70 x 120 mm befindet sich in einer Prägung von 90 x 125 mm.

Bei der hier abgebildeten, ungerahmten Serigrafie, handelt es sich um die Nr. 33/40. Sie ist von Hand signiert.

Treppenhausgestaltung

Im Verwaltungsgebäude der Vorwerk International AG in Wollerau

1991

Eine konkret konstruktive Farbkomposition.

Drei über alle Stockwerke, wie Fahnen, an einer weissen Metall-Tragkonstruktion, frei hängende Textil-Bahnen, im Zentrum des Treppenauftiegs.

Die von Rudolf Hurni entworfenen geometrischen Motive sind auf dem Fahnenstoff in Siebdruck appliziert.

 
Bahnenbreiten: 600 mm,
Bahnenlänge: 11700 mm